Dienstag, 28. Juni 2011

Review: Ano Hi Mita Hana no Namae o Bokutachi wa Mada Shiranai



Achtung: Dieser Artikel enthält Spoiler über den Inhalt der Serie. Jeder, der die Serie noch nicht gesehen hat sollte also besser nicht weiterlesen bevor er sich dieses Meisterwerk nicht angesehen hat!

Die Spring Season 2011 neigt sich so langsam dem Ende entgegen und die ersten Serien gehen zu Ende. So auch die wohl größte Perle der Season: 'Ano Hi Mita Hana no Namae o Bokutachi wa Mada Shiranai' oder kurz: Ano Hana!


Da ich mich vor Beginn einer neuen Season immer recht gründlich informiere über das, was da so alles auf einen zukommt (meistens über die Season Previews von RandomC) hatte ich die Serie schon früh im Visier. Immerhin sollte es sich hier um eine neue Drama-Serie handeln mit einem sehr ansprechenden Setting. Das hat meine Neugier geweckt, immerhin bin ich großer Fan solcher Dramen jedoch kommen viel zu selten neue Serien in diesem Genre raus. Ich hatte mich auf jeden Fall sehr auf diese Serie gefreut und das Resultat war grandios!

Kurz zur Handlung:
Es geht um eine Gruppe Jugendlicher, die in ihrer Kindheit beste Freunde waren bis eines Tages ein schrecklicher Zwischenfall, bei dem ein Mädchen aus der Gruppe gestorben ist alles verändert hat. Die Serie spielt nun einige Jahre später und zeigt was aus den Charakteren geworden ist. Der damalige "Anführer" der Gruppe, Jinta 'Jintan' Yadomi, ist inzwischen zu einem NEET geworden und geht nichtmehr zu Schule doch eines Tages sieht er auf einmal Menma, das Mädchen welches damals gestorben ist, vor sich und zwar in dem Alter in dem sie inzwischen sein sollte wenn sie noch Leben würde. Doch da er der einzige ist, der sie sehen kann glaubt er zunächst, dass sein Gewissen ihm einen Streich spielt doch bald begreift er, dass dies nicht so ist, sondern das dies der Geist von ihr ist der erst dann in den Himmel kann, wenn ihr Wunsch erfüllt wird. Daraufhin kommen nach und nach die ehemaligen Freunde wieder zusammen und helfen bei diesem Unternehmen. Allerdings sind die meisten zuerst nicht davon überzeugt, dass Yadomi die Wahrheit sagt...

Die Serie legt den Fokus sehr stark auf die einzelnen Charaktere, deren Charaktereigenschaften und Problemen und natürlich mit der Frage, wie die einzelnen Personen mit dem Tod von Menma umgegangen sind und welche Folgen dieses Erlebnis noch immer mit sich bringt. Dadurch, dass Menma nun wieder präsent ist, kommen die alten Erinnerungen wieder hoch und so erfährt man nach und nach immer mehr über das, was vor all den Jahren vorgefallen ist und wie es dazu kam und auch immer mehr darüber, welche Folgen es für alle beteildigten hatte. Dadurch bleibt der Spannungsbogen der Serie kontinuirlich hoch. Diese Art der Erzählweise gefällt mir besonders gut. Dadurch hat man immer den Anreiz weiterzugucken und bekommt auch jede Folge mehr Hintergrundinformationen geliefert und trotzdem wird die Geschichte in der 'Gegenwart' ebenfalls weitererzählt. Auch sehr gut haben mir die ganzen verschiedenen Charaktere gefallen. Alle Figuren haben ihre eigene Geschichte und es kommen auch alle sehr glaubwürdig rüber. Da ist zum einen Anaru, welche schon immer in Jintan verliebt ist doch immer im Schatten von Menma stand. Oder Yukiatsu, welcher seit seiner Kindheit in Menma verliebt war und darüber bis Heute nicht hinweg gekommen ist und natürlich neidisch auf Jinta ist, weil nur er Menma sehen kann. Und auch Tsuruko und Poppo haben ihre Geschichten, aber ich will ja hier auch nicht alles Spoilern! Jedenfalls schafft es die Serie durch ihre gute Umsetzung sowohl in der Erzählweise als auch mit der Darstellung der Charaktere eine glaubwürde Geschichte zu erzählen, die beim Zuschauer Mitgefühl erweckt und das ist meiner Meinung nach in diesem Genre das Wichtigste!

Aber auch technisch kann sich die Serie sehen lassen.
Die Animationen von dem Studio A-1 Pictures sehen toll aus, vor allem die Hintergründe, nicht zuletzt deshalb, weil einige der Schauplätze echten Schauplätzen nachempfunden sind wie z.B. die große Brücke. Aber auch das Charakterdesign hat mir wirklich gut gefallen.
A-1 Pictures hat in der Vergangenheit ja schon öfter bewiesen, dass sie optisch sehr schöne Serien machen können. Fractale ist ein gutes Beispiel. Auch wenn mir die Serie an sich nicht sonderlich gefallen hat so kann ich nicht bestreiten, dass sie optisch äußerst ansprechend ist. Von diesem Studio ist also noch einiges zu erwarten!



Auch der Soundtrack ist klasse. Die Hintergrundmusik ist eher schlcht und ruhig gehalten, was gut zur Serie passt. Das OP hat mir auch sehr gut gefallen, was ich ja schon in meiner OP Top 5 der Spring Season mit Platz 4 belohnt habe! Ein schöner Song, der immer eine schöne Einleitung für die Serie bietet und einen in die richtige Stimmung bringt.
Das Ending ist allerdings noch viel besser! In meiner ED Top 5 habe ich es nur auf den 3. Platz gestellt doch inzwischen wäre es meine definitive Nummer 1 dieser Season! Ich musste erst warm werden mit dem Song doch jetzt habe ich einen Ohrwurm davon. Der Song schließt jede Folge einfach perfekt ab und wird ja auch in fast jeder Folge noch während der Dialoge angespielt wodurch es immer ein fließender Übergang ins Ending gab. Auch gut hat mir gefallen, dass die Vorschau auf die nächste Folge ins Ending intigriert wurde. Und spätestens seit der letzten Folge hat der Song absoluten Gänsehautcharakter!


Alles in allem handelt es sich bei Ano Hana um eine gelungene Dramaserie, die vor allem durch ihre Charaktere und Erzählweise punktet und mich überzeugt hat. Schade, dass es solche Serien nicht öfter gibt! Ich würde sagen seit Clannad ~After Story~ das beste Anime-Drama, dass ich gesehen habe!

9,0/10

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